Prev@WORK Seminar in Eschwege

Die Fachstelle für Suchthilfe und Prävention des Diakonischen Werkes Werra-Meißner führte am Donnerstag, den 23.11. ein Prev@WORK Seminar für die Auszubildenden des DRK Kreisverbands Eschwege durch.

Prev@WORK ist ein erprobtes betriebliches Suchtpräventionsprogramm und wurde von der Fachstelle für Suchtprävention Berlin entwickelt und erfolgreich evaluiert.

Ziel ist es, das Auszubildende ihre eigene Haltung hinsichtlich des Konsums von Suchtmitteln sowie in Bezug auf süchtige Verhaltensweisen reflektieren und positiv weiterentwickeln sowie Risikokompetenz im Umgang mit Suchtmitteln erlangen.

Im Seminar wurde Grundwissen zu Risiken des Konsums psychoaktiver Substanzen und süchtiger Verhaltensweisen vermittelt und die Entstehung und der Verlauf einer Suchterkrankung dargestellt. „Um eine Abhängigkeit zu verhindern, braucht es nicht nur Wissen, sondern Schutzfaktoren. Dazu gehören Selbstbewusstsein, eine gute Kommunikation und das Erlebnis von positiver Verbundenheit, auch im Betrieb“, betonte Harald Nolte, der zusammen mit Anna Samland das Seminar leitete. „Wir warnen nicht in erster Linie vor dem Konsum von Suchtmitteln, sondern das Seminar gibt den Jungen Erwachsenen Instrumente an die Hand, wie die Risikokompetenz gestärkt werden kann.“ Gemeinsam mit Thomas Wuth, dem Geschäftsführer des DRK Eschwege stellten Samland und Nolte außerdem das betriebliche und regionale Suchthilfesystem vor.

“In einer schriftlichen Auswertung lobten die Auszubildenden am Ende des Seminars besonders das informative, interaktive und niemals langweilige Seminar“ betont Anna Samland.

Die BKK Werra-Meißner übernahm die Finanzierung. „Wir sind davon überzeugt, das Betriebe mittel- und langfristig durch die Verringerung von Arbeitsausfällen und Fehlerquoten aufgrund von Suchtmittelkonsum, der Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Suchtmitteln sowie 'Punktnüchternheit' am Arbeitsplatz und der Minimierung schädlicher Folgen von präventiven Programmen profitieren", so Matthias Kullik von der regionalen Krankenkasse.

„Nach dieser positiven Erfahrung möchten wir das Seminar im kommenden Jahr auch anderen Betrieben im Kreis anbieten. Interessierte Unternehmen sollten sich einfach bei uns melden“ resümiert Harald Nolte in Vorausschau auf das neue Jahr.