Lokale Koordinator*innen in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe

An wen wende ich mich, wenn ich mich in der Unterstützung für Geflüchtete engagieren möchte? Wie bekomme ich Information über das, was bei mir vor Ort in Bezug auf den Zuzug von geflüchteten Menschen getan wird?

Diese Fragen stellten sich Vertreter von Kirche und Diakonie im Jahr 2015, als viele Menschen am Ende ihrer Flucht bei uns im Werra-Meißner-Kreis ankamen.

„Omnibus - die Freiwilligenagentur“, das Diakonische Werk Werra-Meißner und die beiden Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen  entwickelten ein Konzept zur Förderung des freiwilligen Engagements in der Flüchtlingshilfe. Finanziell wurde das Projekt seit Anfang 2016 gefördert durch die kurhessische Landeskirche, das Land Hessen und die Stiftung der Volksbank Werra-Meißner

Nach zwei Jahren der Förderung zeigt sich, wie wertvoll die Arbeit in den ergänzenden Koordinierungsstellen ist. Sei es beim anfänglichen Willkommen-Heißen, beim Ankommen in den Gemeinden bis hin zu ersten Schritten in die Integration hinsichtlich Ausbildung, Arbeit und Wohnen.

„Wir sind Ansprechpartner für alle, Freiwillige, Bürger*innen, Geflüchtete – gerade auch in den kleinen Kommunen“, so die Worte einer der Koordinatoren. Sie sind nicht nur Ansprechpartner für die Freiwilligen, sondern suchen auch das regelmäßige Gespräch mit Hauptamtlichen, wie die Sozialbetreuung der Arbeiterwohlfahrt oder die Koordinator*innen der Städte und Kommunen.

Das Engagement in der Flüchtlingshilfe ist ungebrochen. Freiwillige engagieren sich zunehmend als Paten bzw. direkte Ansprechpartner für die Geflüchteten, bieten Sprachtraining an, organisieren Begegnung mit Bürger*innen vor Ort, begleiten Wege zu Ämtern, Ärzten, in die Schule/den Kindergarten, sind einfach für ein Gespräch da oder bieten ihre Hilfe bei der Bewältigung ganz persönlicher Probleme an.

Zum Ende der kirchlichen Förderung der Koordinierungsstellen trafen sich die Koordinator*innen mit der Steuerungsgruppe zu einer abschließenden Bilanz. Wie wichtig die Arbeit der Koordinator*innen ist, spiegelt sich in dem Bemühen wider, diese Stellen zukünftig bei den Städten und Gemeinden anzusiedeln. So hat die Stadt Witzenhausen eine halbe Stelle eingerichtet, ähnlich geht es in Eschwege weiter. Auch in 6 weiteren Gemeinden bemüht man sich um eine Anschlussfinanzierung bemüht.

Wer Kontakt mit den ergänzenden Koordinator*innen aufnehmen möchte, findet die Kontaktdaten unter http://www.fbs-werra-meissner.de/omnibus/angeboteansprechpartner/