Lesung aus „Zeit der großen Worte“

Sarajevo - ein Wort mit einem wunderbar weichen Klang. Der vierzehnjährige Paul schnappt es im Vorübergehen auf. Doch was in seinen Ohren wie eine
Zauberformel klingt, kündigt die erste große Katastrophe des 20. Jahrhunderts an. Immer dringlicher wächst in Paul die Frage danach, wie seine Zukunft aussehen wird, danach, was sich hinter den großen Worten verbirgt, und welches seine, Pauls Worte, sein könnten.

Anlässlich des 100 jährigen Gedenkens an das Ende des 1. Weltkriegs, der Zerstörung, Vernichtung und Massenelend in historischem Ausmaß für weite Teile Europas und der Welt bedeutete und zugleich den Nährboden für Faschismus und den Zweiten Weltkrieg legte, soll an dieses Datum erinnert werden. Wir wollen neben der Lesung gemeinsam mit dem Autoren, anderen Podiumsgästen und dem Publikum der Frage nachgehen, ob wir in der gegenwärtigen Zeit erneut in einer Zeit der großen Worte leben, die Anlass zur Sorge oder gar Ängsten bietet.
Und: Was und wie kann ich und können wir wachsam sein, um solchen „großen Worten“ nicht auf den Leim zu gehen und eigenverantwortlich dazu beitragen, spaltenden und destruktiven Ideologien und deren Parolen entgegenzutreten? Wie können wir für ein von Mitmenschlichkeit, Achtung und Toleranz geprägtes Miteinander in einer vielschichtigen und teils auch unübersichtlichen und verwirrenden Welt einstehen?

Eine Veranstaltung des Diakonischen Werkes Werra-Meißner in Kooperation mit der Stadtbibliothek Eschwege und der Jugendbildungsstätte Ludwigstein.

Das Projekt wird durch die Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.